Letzte Vorbereitungen - Training mit Doc Scholl
22.04.2010 06:57
MSC Porz - Sprintstrecke
Fr. 16. April 2010, 0600 Uhr, Ich verlasse die Wohnung und will mich in Richtung Nürburgring begeben. Die Sonne geht gerade auf, es ist frisch aber angenehm. Zum ersten Mal rolle ich voll bepackt mit meinem neuen Rennstreckentransporter los. Es steht das Eröffnungstraining des MSC Porz auf der Sprintstrecke an. Das passt mir gut in den Kram, der erste Seriensportlauf wird auch auf der Kurzanbindung des Nürburgring ausgetragen.
Desto näher ich in Richtung Strecke komme, desto kälter wird es. Um kurz nach 7 erreiche ich das Fahrerlager. Chris springt aus einer Nebelwolke und begrüßt mich. Das ganze Fahrerlager scheint in einer riesigen Burnoutwolke des Zündgotts höchstpersönlich gehüllt zu sein. Meteorologen entlarven das ganze als Nebelfeld. Die Temperaturen sinken auch immer weiter.
Die Strecke wird vorläufig nicht freigegeben. Um halb Elf dann die Nachricht, dass das Training ganz ausfällt. Alle Teilnehmer erhalten aber das Geld zurück.
Da wir schon alles ausgeladen haben, verlegen wir den geplanten Funktionstests ins Fahrerlager. Motor läuft, Schaltautomat funktioniert -> einpacken. Es ist viel zu kalt. Nach 20 Sekunden auf dem Bike verschwindet jedes Gefühl aus den Fingern.
Auf in Richtung Heimat und auf den Sonntag hoffen...
Doc Scholl - GP Strecke
So. 18. April 2010, 0700 Uhr, Ich wache auf. Am Transporterfenster stehen Andi und Marc und machen Fotos von mir. Ich wusste das bei denen irgendwas nicht stimmt... 
Am Vorabend war ich bereits angereist um in Ruhe alles aufbauen zu können. Der Transporter hatte nun auch den Hängertest bestanden. Vom GSX-R Chris seine 600er hatte ich schon mit runter genommen. Er kam mit Frank am Sonntag Morgen zur Strecke und brachte Frühstück für meine Kleine in Form von Super Bleifrei mit.
9 Turns standen auf dem Programm. Nicht wenig für einen Tag, aber es gab auch reichlich zu tun:
- Wieder ans Fahren gewöhnen. Das letzte Mal lag 4,5 Monate zurück
- Testen der neuen Komponenten (Schaltautomat, Akrapovic - Kompettanlage)
- Test der 2010er Contis und Vergleich zu den Dunlops
- Test der GoPro HD Kamera
Und zwischendurch sollte auch noch Zeit sein, sofern die Cam funktionierte, dem Marc und den beiden Chris (GSSX-R, Kampfschliumpf) ein paar schöne Videosequenzen zu bieten.
Vorweg, der Tag lief erfolgreich. Besonders glücklich war ich darüber, dass das Training und der Verzicht auf Zigaretten so schnell Wirkung zeigen. Ich konnte die 9 Turns mit voller Konzentration fahren (190 min). Am nächsten war ich allerdings platt... 
Allgemein, Komponententest
Anfangs fühlte ich mich etwas unwohl auf dem Bike. Das lag wohl auch daran, dass in den morgendlichen Turns ich den Vorderreifen (Dunlop Slick) nicht richtig ans arbeiten bekam und mir Eingangs der Mercedesarena 3 mal das Vorderrad einklappte. Zum Glück wurde es nachher immer besser und ich fühlte mich wieder richtig wohl auf der Honda (sowohl mit Dunlops wie auch den Contis).
Die neuen Teile an der CBR funktionieren einwandfrei. Die Akraanlage ist mit DB Eater vielleicht sogar leiser als das Original. Der Schaltautomat funktionierte einwandfrei.
Der Prüfstand (Danke an Andi von AB-Tuning) attestiert meiner 600er 113 PS am Hinterrad. Gemessen mit Reinnreifen. Es reicht zwar nicht um den R6en auf der Geraden abzuhauen, aber im Windschatten kann ich nun dranbleiben. Zumindest denen die halbwegs Serienmäßig sind.
Dunlop VS Conti
Direkt verglichen habe ich die 2009er D211 mit dem neuen, 2010er Conti RaceAttack. Vorne beide in 120er Breite (wobei der Dunlop Slick eher ein 125er ist) und Hinten 190 bei Dunlop und 180 bei Conti.
Beide Reifen gefallen mir sehr gut. Ich bin mit dem Conti von Anfang an schnell gefahren und konnte auch meine schnellste Zeit auf Ihnen fahren. Sie scheinen etwas handlicher zu sein, was aber an der unterschiedlichen Breite liegen wird. Nach je 4 Turns hatte ich auf beiden Marken ein gutes Reifenbild. Beim Gripniveau konnte ich kaum Unterschiede feststellen.
Das Conti Hinterrad schien mir beim scharfen Anbremsen etwas ruhiger zu sein (Ich schalte ohne Zwischengas runter und die CBR hat keine AHK)
Die Contis sind wesentlich günstiger. Sollten sie nun ungefähr solange halten wie die Dunlops, sind sie, durch den Preis, der klare Sieger für mich.
Man sollte beachten, dass die 2010er Dunlops evtl. nicht so gut funktionieren , wie man hier und da hört. Dazu kann ich aber keine konkreten Aussagen machen, da ich sie nie gefahren bin.
Daniel84 fährt 2010 Conti!
GoPro HD Cam
Von der Kamera bin ich absolut begeistert. 350 € kostet sie und kommt mit viel Zubehör daher. Die Teile sind zudem sehr stabil und machen einen hochwertigen Eindruck. Ich habe die Cam mit einem der Klebefüße links von der Scheibe auf der Verkleidung angebracht. Das ganze saß und sitzt Bombenfest. Und die Qualität der Videos ist genial.
Folgend 2 Videos auf Youtube.
Wer Interesse hat, dem kann ich einen Link zur Originaldatei eines Turns geben.
Für den ersten Lauf ist nun alles vorbereitet. Die Saison kann losgehen... :-)






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Kommentar von Marc#7 | 22.04.2010
Hey Daniel,
mit mir ist alles in Ordnung... beim Andi weiss ich net genau :D ;)
Sehr schön geschrieben. Ich freue mich schon auf kommendes Wochenende und drück Dir die Daumen. Auf dass Du richtig BANG BANG machst! :)
lg
#7
Kommentar von Mr. Nice Guy | 22.04.2010
Hey Daniel, super Bilder! Mopped scheint gut zu laufen! Ich drücke Dir die Daume für den 1. Lauf!!
Zum Thema Dunlopü vs Conti: Fahr nicht die Französischen GP-Racer, sondern nur die engl. GP, dann verstehst du ALLES!
Grüße
Howo
Kommentar von Mätthi | 22.04.2010
Schöne Videos und toller Bericht! Auch der Sound ist auf den Video's für ein so kleines Gerät super. Ich kann das nächste Wochenende kaum erwarten.
Wir sehen uns ja dann in den Dauerprüfungen auf der Strecke ;)
Kommentar von Kampfschlumpf | 23.04.2010
Moin Daniel alte Haubitze ;)
Wirklich gut geschriebener Bericht von den Seriensport-Vorbereitungen.
Sonntag steht uns das Wetter wieder bei und ich denke, wir werden eine Menge Spaß haben!!
Bis dann
#487